Der Hang zu Weltflucht und Luftschlössern haben seit dem deutschen Idealismus ab Ende des 18. Jahrhunderts hierzulande gelegentlich gespenstische Konjunktur. Das ist verkraftbar, solange es ausreichend Gegenkräfte gibt, die den Realitätsverlust austarieren. Immanuel Kant betrifft der Vorwurf der Traumtänzereien in Wolkenkuckucksheim nicht. Er blieb Realist, untersuchte in kritizistischer Absicht die Bedingungen dessen, was und wie wir wissen und erkennen können, auch, wie wir handeln sollten. Selbst der von Kants Philosophie beeinflusste Friedrich Schiller kannte nicht nur bereits den Typ des heilsgewissen Schwärmers, der, wenn er sich durchsetzt, Gesellschaften zuverlässig in den Ruin treibt, sondern verurteilte ihn ausdrücklich. Wenn sich allerdings fixe Ideen wie in der nationalsozialistischen und der kommunistischen Bewegung mit Macht- und Gewaltpolitik paart, wird es brenzlig. Beide, Nazis, die Nationalromantiker waren, wie Kommunisten, die Sozialromantiker waren, haben dieses Land im 20. Jahrhundert schon zwei Mal in die Katastrophe geführt. Da die beiden totalitären Massenbewegungen selbst sowie die phasenweise große Zustimmung in der Bevölkerung zu ihnen sich aus so vielen ideengeschichtlichen Quellen speisten, die sie bündelten und die sowohl vor ihrem Aufstieg als auch nach ihrem Unter- und Niedergang existierten, wäre es illusorisch zu glauben, dass uns irgendein Austreibungs- oder Reinigungsritual, gar irgendein Weißwaschmittel endgültig davon befreien und davor schützen könnte, nicht doch wieder zielstrebig in die Irre zu laufen und gegen die Wand zu rennen.
Die Abkehr von moderner Zivilisation, von Marktwirtschaft – sprich: Kapitalismus -, die Sehnsucht nach einer vermeintlichen Rückkehr in einen fantasierten Naturzustand, das Ziel einer angeblich vollendeten Harmonie von Mensch und Natur, der wahnwitzige Glaube, man könne die Energieerzeugung einer Industriegesellschaft allein über Wind- und Solarkraft abwickeln, ist längst nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei der LINKEN, in Teilen der SPD und in der seit Angela Merkel ergrünten CDU verbreitet. Die Anschläge linksextremer Klimaterroristen der sogenannten Vulkangruppen in den vergangenen beiden Jahren setzen nur eine radikalisierte und militant gewordene politische Agenda ins Werk, die durch das Erneuerbare Energien-Gesetz parlamentarische Leitplanken hat https://www.youtube.com/watch?v=bC_d0l6HTWU. „Unkenntnis“ und „Träumerei“ nennt der Kerntechniker und Elektroingenieur Manfred Haferburg diese Agenda im Gespräch mit dem Investigativjournalisten Daniel Gräber https://apollo-news.net/das-war-das-werk-von-absoluten-profis-manfred-haferburg-im-apollo-news-gespraech/. Der auf Fragen zum Klima spezialisierte WELT-Journalist Axel Bojanowski, der mit entsprechend profundem Fachwissen die Unvereinbarkeiten der deutschen und europäischen Klimapolitik immer wieder zutage fördert, arbeitet in seinen Beobachtungen und Analysen beiläufig die Macht- und Herrschaftsstrategien heraus, die Deutschlands Wirtschaft in die Lage geführt haben, in der sie heute ist https://www.youtube.com/watch?v=9-PRa5pUIF0; https://www.youtube.com/watch?v=qjD409x6TIc. Wie die angestrebte Energiewende und der Ausstieg aus der Kerntechnik vollendet wurden, hat Daniel Gräber recherchiert https://www.youtube.com/watch?v=3FYVphBcao4.
Man kann nur hoffen, dass der jüngste Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz im Südwesten Berlins vor genau einer Woche zum heilsamen Schock geworden ist und zur Besinnung führt.