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Zur Erinnerung an Oriana Fallaci

Am 15. September 2006 starb Oriana Fallaci. Sie war die erste unter den weltbekannten linksliberalen Journalisten, die den Islam und das rasante Anwachsen der muslimischen Bevölkerung in Westeuropa innerhalb nur weniger Jahrzehnte problematisierte. Dafür wurde sie vom linken Lager gescholten und juristisch belangt. Fallaci hatte die islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York miterlebt, wo sie seit Jahren lebte. Ihre Essaysammlungen „Die Wut und der Stolz“ von 2002 und „Die Kraft der Vernunft“ von 2004, in denen sie das Appeasement-Verhalten der Westeuropäer gegenüber dem frauen- und demokratiefeindlichen Islam kritisierte und die muslimische Einwanderung eine „demographische Eroberung“ nannte, brachten ihr die Vorwürfe der Islamfeindlichkeit, der Fremdenfeindlichkeit und des Nationalismus ein.
Heute, zwanzig Jahre und zahllose islamistische Terroranschläge später, zeigt sich, dass Fallaci in vielem Recht hatte: Es gibt die islamistische Unterwanderung vorzugsweise linker Parteien, die gezielt um die Stimmen der eingebürgerten Muslime werben; es gibt islamische Missionskampagnen, Koran-Verteilung in Fußgängerzonen und Kalifatsdemonstrationen; speziell in Deutschland sind die legalistischen Islamisten durch die Islam-Konferenz als offizielle Partner des Staates anerkannt; ganze Schulklassen werden von muslimischen Kindern dominiert, die während des Ramadan den übrigen Schülern das Pausenbrot verbieten wollen, muslimische Schülerinnen zwingen wollen, ein Kopftuch zu tragen, die Autorität von Lehrerinnen nicht anerkennen, die Evolutionsgeschichte und den Musikunterricht infrage stellen, jüdische Schüler von der Schule mobben, christliche offen verachten; an Universitäten Geschlechtertrennung einführen und bewerben, jüdische Studenten angreifen und bedrohen usw. usw.
Die ersten, die Fallacis Einschätzungen und ihre Islamkritik bestätigten, waren übrigens Musliminnen. Ayaan Hirsi Ali in den Niederlanden, Necla Kelek, die die Heiratsmigration nach dem Anwerbestopp 1973 problematisierte, und Seyran Ates, die Zwangsehen, Ehrenmorde etc. thematisierte. Hatun Sürücü war im Februar 2005 in Berlin auf offener Straße von einem ihrer Brüder u. a. wegen ihres westlichen Lebensstils erschossen worden und ihre Familie stand hinter dem Mord. Zwar hatten Bassam Tibi und Ralph Ghadban ebenfalls bereits über islamische Parallelgesellschaften – besser: antiwestliche Gegengesellschaften -, Islamismus und arabische Clanstrukturen gearbeitet, aber das verblieb im akademischen Milieu und innerhalb einzelner Behörden.
Es gab und gibt außer den Muslimen keine einzige andere Einwanderergruppe in den Westen, die ununterbrochen über Familiennachzug und Heiratsmigration innerhalb kurzer Zeit anwächst, mehr Kinder als die autochthone Bevölkerung bekommt, die jüdisch-christliche Prägung des europäischen Kontinents missachtet, bekämpft und zu ändern trachtet usw. usw.
Daraus kann man folgendes Fazit ziehen: Es geht nicht um Einwanderung im allgemeinen, sondern um die muslimische im Besonderen, da sämtliche anderen Einwanderergruppen weder die autochthone Bevölkerung bekämpfen noch in die Minderheitenrolle zu drängen versuchen. Der Kampf gegen den fundamentalistischen Islam muss gemeinsam mit säkularen und liberalen Muslimen bestritten werden, wenn er heute erfolgreich sein will.