In den letzten zehn, zwanzig Jahren hat sich die deutsche Medienlandschaft so gründlich gewandelt, dass sie kaum noch wiederzuerkennen ist. Das ist weder gut noch schlecht, sondern eine Tatsache. Es begann mit Blogs wie der „Achse des Guten“ und reicht heute bis zur Kultur der podcasts, betrifft sowohl die Journalisten selbst als auch das behandelte Themenspektrum. Einstige „Flaggschiffe“ oder „Sturmgeschütze“ wie „Die Zeit“ und „Der Spiegel“, aber auch Tageszeitungen wie „Süddeutsche“ und „FAZ“, vom Öffentlich-rechtlichen Rundfunk ganz zu schweigen, erfüllen, sieht man von einer Handvoll ernst zu nehmender Journalisten und Beiträgen ab, nicht mehr Zweck und Funktion, für die sie einst ins Leben gerufen wurden: Kontrolle und Kritik der aktuell herrschenden Politiker, Beschreibung und Analyse von Fakten und Zusammenhängen, scharfsinnige Kommentare, Polemiken, Kunst- und Kulturkritik. An ihrer statt informieren neue Medienplattformen wie „Apollo News“ oder „nius“, podcasts wie die von Paul Ronzheimer und Philipp Piatov oder Cicero-online die Bürger. Ausgewogene und anspruchsvolle Debatten kann man gelegentlich auf „Welt-TV“ und bei Think Tanks wie Republik 21 erleben, mit Sicherheit aber nicht mehr bei ARD, ZDF oder im Deutschlandfunk. Der „Welt“-Journalist Ulf Poschardt spricht über all das und noch viel mehr sehr hörenswert im podcast „Sachlich richtig“ mit den einstigen ÖRR-Journalisten Alexander Teske und Annekatrin Mücke https://www.youtube.com/watch?v=uFaMDGNR_cg.