Zum Inhalt springen

Deutsche Wirtschaftsgeschichte

Der Journalist Ulf Poschardt und der Ökonom und Wirtschaftspublizist Daniel Stelter haben eine hochinteressante Folge ihres podcast „Make Economy Great Again“ veröffentlicht https://www.youtube.com/watch?v=CU8lKvT3LZg, in welcher unter anderem die angeblich antifaschistische Wirtschaftspolitik der Sachbuchautorin Isabella Maria Weber als das bezeichnet und entlarvt wird, was sie realiter ist: Hitlers Volksstaat, wie ihn der Historiker anhand des wirtschaftspolitischen Programms der Regierung Hitler aufgrund der reichhaltigen Quellen belegt, beschrieben und auch für Nichtfachleute erklärt hat. Die 1987 in Nürnberg geborene Isabella Weber hätte gerade in Deutschland historisches und empirisches Wissen über antikapitalistische und sozialistische Wirtschaftspolitik erwerben und sich die Folgen der DDR-Wirtschaft noch mit eigenen Augen anschauen können, die in den damals neuen Bundesländern immerhin noch bis weit hinein in die Nullerjahre mancherorts zu besichtigen waren. Jüngere Wirtschaftsgeschichte scheint Weber jedenfalls geschwänzt zu haben. Immer dann, wenn der Staat ins Wirtschaftsgeschehen eingreift, es zu lenken und zu steuern versucht, geht eine Volkswirtschaft früher oder später bankrott. Nazi-Deutschland war 1938 pleite, die DDR, die immerhin noch mit den sozialistischen Bruderländern Handel treiben konnte, seit den 1970er Jahren. Die Definition dessen, was Faschismus ist, spart sich Weber gleich ganz, obwohl Umberto Eco eigentlich ganz gut definiert hat, was darunter zu verstehen ist. Es ist ein historisches Phänomen, das in der westlichen Welt seit vielen Jahrzehnten nirgends mehr anzutreffen ist, weder im einstigen Mussolini-Italien noch im einstigen Franco-Spanien, geschweige denn in Österreich, wo der Austrofaschismus mit dem Hitler-deutschen „Anschluss“ 1938 passé war. Folglich kann es auch keine „antifaschistische“ Wirtschaftspolitik geben, schon gar nicht im Westen. Daniel Stelter erklärt ganz gut, warum die Inflation im Zuge der Corona-Krise hochschnellte, warum ein funktionierendes marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem für niedrige Preise sorgt und weshalb das in Deutschland seit den unseligen Merkel-Jahren nicht mehr so recht klappt. Vom Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe könnte Weber lernen, was eine florierende Wirtschaft garantiert, die – by the way – Voraussetzung für jeglichen Sozialstaat ist (https://www.youtube.com/watch?v=dfr8ercQmRs).