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Es braucht mehr Aufklärung über den Islam

In Niedersachsen soll es im christlichen Religionsunterricht mehr Scharia als Jesus geben, weil es die grüne Bildungsministerin so will, berichtet „Bild“ https://www.bild.de/politik/inland/lehrplan-niedersachsen-ministerin-streicht-jesus-fuer-scharia-und-klima-69aa8df97ce3c08db9d23ac1. Wenn ungebildete Islamlinke in Lehrplänen herumpfuschen, ist das Abendland zu Ende, meint eine Freundin. Leider ist es noch schlimmer, befürchte ich. Denn die Jesus-Figur ist sowohl für die abend- als auch für die morgenländische Geschichte zentral. Denn wie man sich erinnert, war das Morgenland etwa eintausend Jahre lang, vom frühen 4. Jahrhundert bis ins 14./15. Jahrhundert mit Byzanz christlich geprägt und auch zur Zeit der Kreuzzüge längst noch nicht durchislamisiert. Die Menschheit verlöre durch eine so grandios dumme Entscheidung, wie sie die niedersächsische Bildungsministerin jetzt durchzusetzen plant, neben dem lateinischen Abend- auch das griechische Morgenland. Abend- und Morgenland sind römisch-lateinische Begriffe, die sich dem mit bloßem Auge beobachteten Stand der Sonne verdanken. Wobei die hebräische Bibel diese Begriffe, ergänzt um Mittag und Mitternacht, bereits als zwei der vier Tages- und Nachtzeiten sowie Himmelsrichtungen kennt. Abend- und Morgenland hat die Lutherbibel ins Deutsche eingeführt.

Anstatt im christlichen Religionsunterricht die Jesus-Figur historisch-kritisch zu beleuchten, womit man ja nun zwangsläufig Judentum , Christentum und über die Christologie später auch den Islam beisammen hätte. Wie leicht ließe sich hier die Judenfeindschaft thematisieren und Aufklärung betreiben. Denn mit im Gepäck hätte man Pontius Pilatus und die Römer, damit die Frage, wer Jesus getötet hat und warum die frühe Kirche das vertuschen musste, um in Ostrom Staatsreligion werden zu können. Byzanz, die griechisch-orthodoxe Kirche und später auch die slawisch-orthodoxe wären ebenfalls an Bord und mit ihnen die Unterschiede zur lateinischen. Und da wir auch Armenier – das älteste christliche Volk der Welt – und orientalische Christen hier in Deutschland haben, könnte der christliche Religionsunterricht in Niedersachsen weniger provinziell aussehen. Dazu benötigt man nun wirklich nicht die Scharia!

Um die kann, ja vielleicht sollte es sogar auch gehen. Und um den Dschihad, das islamische Menschenbild, die Geschlechterverhältnisse, die Stellung von Dhimmis und generell die Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam sowie die Trennung zwischen Politik und Religion. Denn es braucht in Deutschland nicht nur Aufklärung im, sondern auch Aufklärung über den Islam!