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Klar gibt es auch arabisch-muslimische Zuwanderer, die willkommen sind

Ab Mitte der siebziger, vor allem aber der achtziger Jahre kamen zahllose libanesische Bürgerkriegsflüchtlinge illegal nach Europa. Nach Deutschland übrigens oft über den Flughafen Schönefeld und damit über Ostberlin. Darunter waren Sunniten, Schiiten, arabische Palästinenser wie die Familien Abou-Chaker und die der langjährigen Islam-Aktivistin der SPD, Sawsan Chebli. Dass die Eltern Cheblis Analphabeten waren, ist, sollten sie tatsächlich Palästinenser gewesen sein, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, weil das auch im Libanon tätige UNO-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) kostenlosen Schulbesuch und Ausbildung ermöglichten, weshalb Palästinenser im Vergleich zu anderen Arabern durchschnittlich als überaus gebildet gelten. Das gilt auch für die Abou-Chakers, von denen allerdings lediglich Arafat Abou-Chaker einen Berufsabschluss als Automechaniker erreicht hat. Wie er im mehrstündigen Interview mit Ben ungescripted breitbrüstig erklärte, hat er das Angebot der Autowerkstatt ausgeschlagen, nach dem Abschluss weiterhin bei ihr beschäftigt zu sein, weil er sich nicht länger die Hände schmutzig machen wollte. Logisch, mit Drogenhandel, Schutzgelderpressung, der Kontrolle des Straßenstrichs und anderer sauberer Geschäfte lässt sich mit Sicherheit in kürzerer Zeit ungleich mehr Moos machen, als das in einer Autowerkstatt jemals möglich wäre. Vom Zugewinn an Macht und Ansehen im Berliner Türsteher- und Clan-Milieu gar nicht erst zu reden. Auch die arabischen Großfamilien Miri, Remmo, al-Zein et al wanderten im Zuge des libanesischen Bürgerkriegs nach Westdeutschland zu. Bei ihnen handelte es sich ebenfalls nicht um autochthone Libanesen, sondern um ursprünglich aus der südöstlichen Türkei stammende, in den 1930/40er Jahren in den Libanon eingewanderte Großfamilien. Auch wenn logischerweise nicht alle Mitglieder solcher Clan-Familien kriminell sind – Warum sollten sie das, wenn es vollauf genügt, dass es eine Handvoll ist, um von den Millionenumsätzen ein paar Tausend profitieren zu lassen, die den Straftätern Deckung und Schutz für die Abwicklung ihrer Geschäfte gewähren. -, so sind sie doch, sofern sie sich nicht erkennbar aus dem Familiennetzwerk herauslösen, in der Regel Nutznießer dieser organisierten Kriminalität.
Differenzierungsvermögen, Klarsicht und Wissensbereitschaft sind freilich auch hier angebracht. Jemand wie der Islamwissenschaftler Ahmad A. Omeirate, der einen mit dem arabischen Clan-Milieu assoziierten Familiennamen trägt, arbeitet als Aufklärer und Publizist zu Schwerpunkten wie islamischer Fundamentalismus, Antisemitismus und organisierte Kriminalität arabischer Großfamilien https://jungle.world/artikel/2021/30/wer-kritik-uebt-soll-mundtot-gemacht-werden; https://www.juedische-allgemeine.de/politik/die-apartheid-luege-2/; https://www.degruyterbrill.com/de/document/doi/10.1515/9783110702729-021/html. Nach dem Terrormassaker der Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden Israels gehörte er zu den ersten, die begriffen hatten, dass die vermeintlichen Pro-Palästina-Demonstrationen im Westen in Wahrheit von der Hamas vorausberechnete, aus dem Gaza-Streifen, Katar und der Türkei wohlorganisierte Anti-Israel-Propaganda-Veranstaltungen gewesen sind, die nur den einen Zweck verfolgten, die Selbstverteidigung Israels ins Unrecht zu setzen und sowohl Israel als auch den Westen aus dem Westen heraus anzugreifen. Damit hat er nicht nur gezeigt, dass er nicht lediglich im Westen angekommen ist, sondern auch, dass er bereit ist, ihn zu verteidigen. Und von solchen Muslimen kann Deutschland gar nicht genug haben. Während man sich darum bemühen sollte, langfristig die Abou-Chakers, Miris, Remmos, al-Zeins et al mehrheitlich wieder loszuwerden, muss man gleichzeitig dafür sorgen, dass Menschen wie Ahmad A. Omeirate – man muss, wie gesagt, höllisch aufpassen und differenzieren: Er ist nicht identisch mit dem ehemals grünen Stadtverordneten Ahmad Omeirat aus Essen, der letztes Jahr offiziell wegen der deutschen Israelsolidarität das Handtuch warf. – stärker einbezogen werden.
Einem anderen Beispiel begegnete ich zufällig in einem podcast, in dem eine junge libanesischstämmige Schiitin der zweiten oder dritten Generation zu hören ist, die das Kopftuch abgelegt, sich als Mitglied der Ex-Muslime offenkundig vom Islam verabschiedet und der westlichen Lebensweise zugewandt hat https://www.youtube.com/watch?v=USk_QyVMXrA. Es ist deshalb so wichtig, ihr zuzuhören, weil sie aus dem Innern jener arabischen Gemeinschaft erzählt, die in den 1980/90er Jahren wie die Familie von Ahmad A. Omeirate zu Zehntausenden illegal aus dem Libanon in die Bundesrepublik zugewandert ist. Ihre Eltern arbeiteten nicht, bekamen drei gemeinsame Kinder und der Vater, der noch einmal zwei Kinder jeweils mit einer Zweit- und Drittfrau. Der Vater zwang die junge Frau im Alter von 9 Jahren, das inzwischen abgelegte Kopftuch zu tragen. Ihr zufolge gibt es muslimische Parallelgesellschaften in fast der gesamten Bundesrepublik. Als heranwachsendes Mädchen wurde sie von ihren Eltern für einige Zeit zu Verwandten in den Libanon geschickt. Ihre Mutter, obschon in Fragen des Islams ungleich weniger streng als der Vater, befürworte die Hisbollah. Warum die Eltern nach Ende des libanesischen Bürgerkriegs – er dauerte von 1975 bis 1990 – nicht in den Libanon zurückgekehrt sind, bleibt offen. Zu vermuten ist, dass das an den Sozialleistungen lag, deren Zahlung Deutschland offenkundig nicht einstellte. Nun muss man wissen, dass die Hisbollah eine vom Iran 1982 ins Leben gerufene und auf Kosten der iranischen Bevölkerung finanzierte Terrororganisation ist, die zwar – analog zur Hamas – einen nichtmilitärischen Arm hat, der dem Libanon seit Jahrzehnten die Luft abdrückt, aber die militanten Kämpfer unentwegt Israel angreifen. Unter den israelischen Verteidigungsschlägen leidet selbstredend ein Teil der libanesischen Zivilbevölkerung. Die junge Ex-Muslimin aus dem podcast gehört zu jenen arabischen Zuwanderern, die, weil sie nichts so sehr ersehnen wie ihr Leben auf eine westliche Art und Weise zu leben, in Deutschland willkommen sind. Aber eben nur solche Araber.
Vielleicht muss man wissen, dass der 1943 gegründete Libanon noch bis in die 1960er Jahre ein mehrheitlich christlicher, wirtschaftlich prosperierender Staat gewesen ist. Das änderte sich schlagartig, als Jassir Arafats PLO Anfang der 1970er Jahre ihr Hauptquartier in Beirut aufschlug, nachdem sie aus Jordanien vertrieben worden war, weil sie dort einen Bürgerkrieg angezettelt und den jordanischen König zu stürzen versucht hatte. Die libanesischen Christen wurden praktisch über Nacht zur Minderheit im eigenen Land und 1975 brach auch hier der oben erwähnte Bürgerkrieg aus. Arafats Befürwortung von Saddam Husseins militärischen Einmarsch in Kuwait im Jahr 1990 führte schließlich zur Ausweisung der dort lebenden Palästinenser. Arabische Palästinenser sind im Nahen Osten nicht sonderlich beliebt, weil sie, wo und wann immer sie in größeren Zahlen auftauchen, Bürgerkriege vom Zaun brechen, die Ordnung, die sie jeweils vorfinden angreifen, immer in Partnerschaft und Kollaboration mit den gerade extremsten politischen Phänomenen unterwegs sind – Nationalsozialismus, arabischer Nationalismus, Kommunismus, islamischer Totalitarismus und Terrorismus von Chomeini bis Bin Laden – und noch nie ein funktionierendes Gemeinwesen aufgebaut haben, obwohl sie seit 1937 schon mindestens fünf Mal die Chance für einen eigenen Staat erhalten, das Angebot aber zugunsten von Terror, innerer und äußerer Gewalt ausgeschlagen hatten, um ihr oberstes politisches und militärisches Ziel, die Judenvernichtung, weiterverfolgen zu können. Die Familien von Achmed A. Omeirate und der jungen Ex-Muslimin aus dem podcast wären nicht in Deutschland, wenn Arafats PLO nie im Libanon aufgetaucht wäre. Arabische Palästinenser sind keine Opfer der Israelis und der westlichen Welt.
Und schon sind wir wieder in Deutschland und mitten in Berlin. Der von der PLO ab Ende der 1960er Jahre vom Zaun gebrochene internationale Terror fand seine Befürworter, Unterstützer und Mittäter rasch unter deutschen Linksterroristen von der RAF bis hin zu den Revolutionären Zellen. Gemeinsam trainierten sie in Ausbildungscamps, gemeinsam organisierten und feierten sie 1972 das Münchner Olympia-Attentat auf die israelischen Sportler, gemeinsam entführten sie Flugzeuge und fanden schließlich Unterschlupf in der DDR. Heute bejubeln und bewerben arabische Palästinenser wie Achmed Abed oder Ibrahim Ibrahim den bewaffneten Terrorkampf der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und der islamistischen Terrororganisation Hamas ganz offiziell im Gewand und Umfeld der Linkspartei. Dazu sind dann auch die lokalen arabischen Clans eingeladen. Und ja, ich finde, dass genügt, um die Abou-Chakers, Abed und Ibrahim ins Westjordanland und die Remmos in den Libanon auszuweisen. Dazu sind wahrscheinlich Gesetzesänderungen nötig, die endlich vorzunehmen längst an der Zeit ist.