Sozialdemokraten und Grüne in Berlin haben ihre Sondierungsgespräche mit der Linkspartei abgeschlossen. Das bedeutet, dass eine Koalition der drei Parteien unter einer Bürgermeisterin namens Elif Eralp wahrscheinlich wird. Individuelle Freiheit setzt politische Freiheit voraus. Mit der Linkspartei und den Berliner Grünen gerät sie in schwere Fahrwasser. Und die Sozialdemokraten erweisen sich entgegen ihrer jahrzehntelangen bundesdeutschen Tradition von Kurt Schumacher über Willy Brandt bis Helmut Schmidt als das entscheidende Zünglein an der Waage, dass einen solchen freiheitsvernichtenden Kahlschlag der politischen Kultur ermöglicht. Es wäre dann das dritte Mal, dass in dieser Stadt die Freiheit über die Wupper geht. Aus gegebenem Anlass sei auf einen Vortrag des Historikers Egon Flaig https://www.youtube.com/watch?v=7xcQsGkZ8Cs und auf sein Interview mit Max Mannhart von Apollo News https://www.youtube.com/watch?v=UAmnV_P1uN0 verwiesen, die beide recht gut skizzieren, was in den Funktionärs- und Aktivisten-Köpfen dieser neuen Linkspartei, aber vermutlich auch vieler junger Grüner und Sozialdemokraten vorgeht.
Und es wird zumindest indirekt deutlich, was die Angriffe auf die Beispiellosigkeit der Schoa und auf die IHRA-Arbeitsdefinition zum Antisemitismus mindestens seit der Tagung „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ von Wolfgang Benz 2008 am Zentrum für Antisemitismusforschung zu bedeuten hatten, warum die Palästinasolidarität der Linkspartei so ungebrochen und aggressiv ist und weshalb es diesmal nicht beim mörderischen Hass auf Israel und Juden bleiben wird. Es ist auch kein Zufall, dass neben eingeborenen Linken zugewanderte Muslime, vor allem Türken und Araber die Protagonisten dieses neuen Klassen-, Rassen- und Gotteskriegertums sind.